|
Roland Koch: "Kolping trägt zur Festigung der Demokratie bei"
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) übermittelte ein Grußwort. Er betont darin, dass sich die Kolpingsfamilien in den Städten und Gemeinden Hessens als Gemeinschaft verstünden, in der das Bewusstsein für verantwortliches Leben und solidarisches Handeln gefördert werde. „Das Kolpingwerk hat sich längst vom katholischen Gesellenverein seines Gründers zu einem international agierenden modernen katholischen Sozialverband entwickelt, doch ist die Idee Adolph Kolpings, auf unsere Zeit und Gesellschaft übertragen, immer noch aktuell“, so der Ministerpräsident. Besonders weist er darauf hin, dass Mitglieder der Kolpingsfamilie aktive gesellschaftliche und politische Mitwirkungsmöglichkeiten wahrnehmen. „Sie tragen damit entscheidend zur Festigung unserer demokratischen Gesellschaft bei“, so Koch. „Sie erfüllen einen Grundgedanken Adolph Kolpings mit Leben: dass jeder Mensch seine Fähigkeiten und Möglichkeiten entwickeln soll und dass jeder die Kompetenzen erwerben soll, die nötig sind, um in allen Lebenssituationen sachgerecht handeln zu können.“
Bertram Hilgen: „Kassel braucht engagierte Christinnen und Christen“
Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) bezeichnete die 125 Jahre Kolping in Kassel als ein Stück Stadt- und Kirchengeschichte. „Das ist aber vor allen Dingen die Geschichte von Menschen, die sich in dieser Stadt engagiert haben. Viele aktive Kolpingbrüder und seit einigen Jahrzehnten auch Kolpingschwestern waren und sind ein fester Bestandteil des Stadtlebens“, so das Stadtoberhaupt. Er hoffe, dass die Kolpingsfamilie Kassel-Zentral auch in Zukunft tatkräftig das Gesicht der Stadt auf religiösem, sozialen und kulturellem Gebiet mitgestaltet und prägt. Bertram Hilgen: „Kassel braucht in dieser Weise engagierte Christinnen und Christen, die der Stadt Bestes wollen, sich einmischen und gleichzeitig auch ihre Verantwortung für eine gerechte Welt wahrnehmen.“
Harald Fischer: "Verbände wichtig bei abnehmender Bindungskraft der Pfarrgemeinden"
Für das Bistum Fulda übermittelte Dechant Harald Fischer die Glückwünsche. "Ein gutes Stück Kirchengeschichte Nordhessens - das ist der Untertitel der Festschrift. Und es stimmt: die jüngere Geschichte der Katholischen Kirche Kassels und Nordhessens wurde deutlich von der Kolpingsfamilie mitgeprägt.“ Viele Menschen, die zu Kolping gehören, hätten das Erscheinungsbild der Kirche besonders in Kassel wesentlich mitbestimmt. Angesichts der immer kleiner werdenden Bindungskraft der Pfarrgemeinden kommt den katholischen Verbänden, kommt der Kolpingsbewegung auch heute noch eine wichtige Bedeutung im Gesamt der Katholischen Kirche zu. Fischer: „Das Überleben der Kolpingsfamilie in Kassel wird mit davon abhängen, ob es gelingt, die Strahlkraft der Botschaft Adolph Kolpings auch heute in veränderter Zeit sichtbar zu machen und Menschen dafür zu gewinnen.“ |