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Diesjähriger Weltgebetstag der Frauen stellt Kamerun vor:
Frauen verschiedener Konfessionen laden am Freitag, 5. März, zum Weltgebetstag ein. In diesem Jahr kommt die Liturgie unter dem Thema „Alles, was Atem hat, lobe Gott“ von Frauen aus dem zentralafrikanischen Kamerun. Ziele des Weltgebetstages sind die Pflege der Gemeinschaft verschiedener Konfessionen, Informationen über die Situation von Frauen in anderen Ländern und die Förderung von Frauenprojekten.
Die Republik Kamerun nennt sich selbst „Afrika im Kleinen“. Das Land mit seiner 400 Kilometer langen Atlantikküste und einer Ausdehnung bis zum Tschadsee im Norden ist eine Brücke zwischen West- und Zentralafrika. Kamerun hat alles: schwarze Vulkansandstrände, noch ursprünglichen Regenwald, Wasserfälle, Mangrovensümpfe, Hochgebirge, Seen, Savanne und Sahelzone. Dazu mehr als 200 verschiedene Ethnien und Sprachen. Amtssprachen sind Englisch (20 Prozent) und Französisch (80 Prozent). Gut 18 Millionen Menschen leben in Kamerun, die Hälfte ist christlich geprägt, 30 Prozent gehören animistischen Naturreligionen an, 20 Prozent sind Moslems.
Land der Camarões (Krabben) nannten im 15. Jahrhundert portugiesische Seefahrer und Entdecker Kamerun. Von 1884 bis 1918 nannte das Deutsche Reich die Region „Deutsches Schutzgebiet“. Ab 1919 stand Kamerun unter Mandat des Völkerbundes und blieb bis zur Unabhängigkeit 1960/61 unter England und Frankreich aufgeteilt. Von Beginn an ist die Republik Kamerun eher eine Fassadendemokratie. Präsident Paul Biya regiert seit 1982 zunehmend selbstherrlich.
Die Reichtümer des Landes wie Holz, Bodenschätze, Öl, Kaffee und Bananen bringen nur wenigen Menschen Gewinn: Über die Hälfte lebt unter der Armutsgrenze. Immerhin haben 79 Prozent Lesen und Schreiben gelernt, aber wer gut ausgebildet ist, sucht eine Chance im Ausland.
Hintergrund:
Jeweils am ersten Freitag im März feiern christliche Frauen in über 170 Ländern den ökumenischen Gottesdienst zum Weltgebetstag. Die Liturgie verfassen jeweils Frauen eines Landes für die ganze Welt.
Intensive Vorbereitungen zum Land und der Situation von Frauen sowie Bibelarbeiten fördern das bessere Verständnis über nationale und konfessionelle Grenzen hinweg. Durch kreative Gottesdienstgestaltung wird die Botschaft der Frauen und ihre Lebenssituation lebendig. Frauen bereiten die Gottesdienste für die ganze Gemeinde vor und stärken dadurch ihre Verantwortung vor Ort.
Das Deutsche Weltgebetstagskomitee besteht seit über 60 Jahren. Die ersten Gottesdienste in Deutschland wurden 1949 auf Initiative von Dr. Antonie Nopitsch, Gründerin und erste Leiterin des Bayerischen Mütterdienstes der Ev.-Lutherischen Kirche, gefeiert. Heute ist die Weltgebetstagsbewegung in Deutschland die größte weltweit.
Mit der Kollekte werden Frauenprojekte auf der ganzen Welt gefördert. Beim Weltgebetstag im vergangenen Jahr wurden allein in Deutschland 2,8 Mio. Euro gesammelt. Das Geld ist an 128 Projekte in 48 Ländern geflossen. |