40 Tage dauert die Fastenzeit, 40 Impulse (nach: Udo Hahn: Innehalten - Zeit für mich. Ein Fastenbegleiter) leiten durch diese außergewöhnliche Zeit. Laut Mahatma Gandhi sind die Fastenzeiten ein Teil unseres Wesens. Wir können auf sie ebenso wenig verzichten wie auf unsere Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die innere.
Das sind die zehn Grundsätze für die Fastenzeit:
1. Ich entscheide mich freiwillig für eine Aus-Zeit
2. Ich überfordere mich nicht
3. Ich verzichte auf eine lieb gewonnene Gewohnheit
4. Ich prahle nicht mit meinen Fastenaktivitäten
5. Ich achte stärker auf mich selbst
6. Ich wähle im Tagesrhytmus Zeiten der Stille und des Schweigens
7. Ich nehme meinen Atem bewußt war.
8. Ich stelle mich den Fragen des Glaubens und des Lebens, die mir in den Sinn kommen.
9. Ich bin offen für Erfahrungen, die ich mit mir selbst mache.
10. Ich möchte künftig...
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) rufen gemeinsam dazu auf, am Donnerstag, 23. Februar, um 12 Uhr in den Betrieben und Unternehmen die Arbeit ruhen zu lassen und eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt einzulegen. Ziel sei es „ein Zeichen der Trauer und des Mitgefühls mit den Opfern, ihren Familien und Freunden, ein Zeichen der Verurteilung von Fremdenhass, Rassismus und rechtsextremer Gewalt und ein Zeichen für die Vielfalt und Offenheit Deutschlands zu setzen."
Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens in Kassel haben sich dem Aufruf angeschlossen:
Sie rufen dazu auf, diesen in Kassel zu befolgen:
Oberbürgermeister Bertram Hilgen
Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich
Kamil Saygi (Vorsitzender des Ausländerbeirates)
Uta Mootz (Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der Stadt Kassel)
Polizeipräsident Eckhard Sauer LWV-Direktor Dr. Uwe Brückmann
Universitätspräsident Rolf-Dieter Postlep
Regierungspräsident Walter Lübcke
Bischof Martin Hein
Dechant Harald Fischer
Landrat Uwe Schmidt
Kreistagsvorsitzender Andreas Güttler.
Bei der rechtsterroristisch motivierten Mordserie waren zwischen November 2000 und April 2006 mindestens acht türkische und ein griechischer Ladenbesitzer per Kopfschuss aus nächster Nähe getötet worden. Erst im vergangenen Jahr war das Täter-Trio aufgeflogen - dass eine ganze Mordserie auf sein Konto ging, wurde erst daraufhin bekannt. 2006 war der Kasseler Halit Yozgat in seinem Internetcafé in Kassel von der sogenannten Zwickauer Zelle erschossen worden.
An einer Menschenkette gegen den Naziterror hatten sich im Dezember rund 5000 Menschen in Kassel beteiligt.
(Quelle: Stadt Kassel, Presse und Öffentlichkeitsarbeit)
Zu einem Informationsbesuch war kürzlich der Fuldaer Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke in das Gemeindezentrum St. Joseph im Kasseler Nord-Stadtteil Rothenditmold gekommen: Nach Ablauf des ersten Projektjahres wollte er sich vor Ort umfassend über die in Kooperation mit der Caritas aufgebaute Soziale Arbeit am Standort St. Joseph und die aktuelle Entwicklung bezüglich der angebotenen Hilfe informieren.
Neben Ortspfarrer Stefan Krönung und der im Gemeindezentrum die Sozialarbeit koordinierenden Dipl. Sozialpädagogin Pascale Vogelgesang waren verschiedene Vertreter der Pfarrgemeindegremien und ehrenamtliche Mitarbeiter sowie aus der Caritaszentrale in Fulda Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch, Vorstandsmitglied Malte Crome und Ressortleiter Soziale Dienste Armin Schomberg bei dem Gespräch anwesend. Der örtliche Caritasverband Nordhessen-Kassel war durch Hildegard Zavelberg-Simon vertreten.<
Vertauen gewonnen
Pascale Vogelgesang schilderte dem Generalvikar, dass nach der Projekt-Anlaufphase im Frühjahr 2011, in welcher das Team von St. Joseph vor allem das Vertrauen der Anwohner in Rothenditmold gewinnen musste, mittlerweile Kirche und Gemeindezentrum als feste Adresse für Kinderbetreuung, Beratung und als „Oase“ vom Alltag allgemein Anerkennung gefunden haben. Kernstück der Arbeit sei die werktägliche Begleitung von Kindern im Alter von etwa sechs bis 13 Jahren. Die Gruppenstunden für eine reine Mädchengruppe und eine gemischte Gruppe umfassen gemeinsames Kochen und Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und anschließend Spiel- und Freizeitbeschäftigung sowie Gesprächskreise. „Anfangs haben wir nur mit einer Hand voll Kindern gearbeitet“, erläuterte Sozialpädagogin Vogelgesang. „Diese Kinder aber brachten immer mehr Freunde mit in die Gruppenstunde. So sind jetzt durch die Mund-zu-Mund-Propaganda meist rund zwölf bis 15 Kinder bei uns.“
„Brückenschlag“ zu vielen Familien
Ehrenamtliche Mitarbeiter übernehmen zunehmend diese Gruppenbetreuung, so dass Frau Vogelsgesang selbst verstärkt Beratungsgespräche für Erwachsene anbieten und koordinieren kann. Denn über die Kinder und Teenager gelang dem Sozialarbeitsteam von St. Joseph tatsächlich der „Brückenschlag“ zu vielen Eltern und Familien. Vor allem Mütter, so berichtete die Sozialpädagogin, gingen nun auch auf dem Kirchengelände ein und aus. Mehr noch – sie begännen das Angebot zum Austausch und zur Beratung in Anspruch zu nehmen. „Wir bekommen dadurch langsam Einblick in die genaue Soziostruktur der Familien hier im Umfeld“, stellte Pfarrer Krönung dazu fest, „und können daher unsere Pfarrcaritas optimal auf die Bedarfe der Menschen einstellen“. So unterhalte die Gemeinde ein gut gefülltes Lager für Kleidung, Kleinmöbel und Einrichtungsgegenstände, aus dem jeder Bedürftige schnell und unbürokratisch versorgt werden könne. Auch Kinderspielzeug und Schulsachen wären vorrätig, um bei Kindergeburtstagen in ärmeren Familien auszuhelfen. Zudem sei man gut vernetzt mit anderen kommunalen Institutionen sowie Sozialeinrichtungen freier Träger, an die man gegebenenfalls auch Hilfebedürftige weiter leiten könne. „Wir bearbeiten hier mittlerweile das ganze Spektrum menschlicher Probleme von Erziehungsnotständen und Ehestreit oder gar Scheidung über Arbeitslosigkeit, Alkohol und Sucht bis hin zu Überschuldung und Gewalt.“
Gute Noten für die Kinder und das Projekt
Die Erwachsenen haben das Gemeindezentrum als Hilfsadresse für sich entdeckt. Und auch bezüglich der Kirche selbst regt sich mittlerweile Interesse – vereinzelt schauen sich Neugierige im Kirchengebäude um oder kommen sogar auch einmal „probeweise“ in den Sonntagsgottesdienst. „Das war nicht unser Hauptanliegen bei der Errichtung der Sozialen Arbeit“, unterstrich Pfarrer Krönung in seinem Bericht. „Aber unsere Kirche ist parallel zu den anderen Angeboten als Rückzugsraum für jedermann ganztags geöffnet, und wir haben damit sehr gute Erfahrungen machen können!“ Den Kindern von Rothenditmold ist das Gemeindezentrum St. Joseph inzwischen ganz klar eine zweite Heimat geworden. „Wir merken es vor allem an den älteren Mädchen“, berichtete Pascale Vogelgesang. „Die zwölf- oder 13-Jährigen waren am Anfang schon ziemlich aufgetakelt und geschminkt, wenn sie zu uns kamen. Inzwischen verhalten sie sich wieder viel altersgemäßer und freier, sie dürfen hier sozusagen nochmals Kinder sein. Und Hausaufgeben machen ist bei uns in der Gruppe alles andere als mühsam. Viele der Schülerinnen und Schüler haben schon deutlich bessere Noten, seit sie zu uns kommen.“
Erfolgreiche Arbeit in Kassel-Nord fortgesetzt
Generalvikar Stanke bedankte sich für die ausführliche Bilanz und betonte, wie wichtig die sozialräumliche Arbeit aus Sicht auch der Bistumsleitung sei. Einvernehmlich mit Caritasdirektor Juch signalisierte er den Machern von St. Joseph, man werde sich mit den Caritas-Entscheidern aus Verband und Stiftung besprechen, wie diese erfolgreiche Arbeit in Kassel-Nord fortgesetzt und womöglich als beispielgebend an anderen Orten adaptiert werden könne.
Das Foto (C. Scharf, Caritas FD): Es entstand mit den Teilnehmern/innen des Informationsgespräches im Gemeindezentrum auf dem Kirchengelände St. Joseph.
Der Weltgebetstag wurde von Frauen aus dem südostasiatischen Land Malaysia vorbereitet. Die Malaysierinnen zeigen im Gottesdienst am 2. März um 10 Uhr in St. Elisabeth, warum gerade Christinnen und Christen verpflichtet sind, gegen Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft einzutreten und für Gerechtigkeit aufzustehen.
Zum Himmel schreien
Malaysia könnte zauberhaft sein: weite Strände, fruchtbare Ebenen an den Küsten, tropischer Dschungel, 4000 m hohe Berge und Ziel für viele Touristen. Wären da nicht: Korruption, Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen. Die Weltgebetstagsfrauen aus Malaysia haben in ihrer Liturgie einen Weg gefunden, Ungerechtigkeiten, „die zum Himmel schreien“, anzuprangern.
Aufstehen für Gerechtigkeit
Weltweit wollen sie alle Christinnen und Christen am 2. März 2012 aufrufen, aufzustehen für Gerechtigkeit. Sie erzählen davon, wie sie mit Sanftmut und Seelenstärke für Recht kämpfen und sich durchsetzen.
Die Frauen des Vorbereitungsteams der Kasseler Innenstadtgemeinden St. Martin, Lutherkirche, Karlskirche, Unterneustädter Kirche, Heilsarmee und St. Elisabeth laden dazu ein, mit ihnen gemeinsam diesen Gottesdienst zu feiern. Mit „unter die Haut gehenden“ Texten und wunderbaren Liedern.
Gelegenheit zum Gespräch
Nach dem Gottesdienst gibt es im Gemeindehaus St. Elisabeth Gelegenheit zum Gespräch und zum Verzehr von köstlichen landestypischen Speisen.
Informiert Beten – betend Handeln
Der Weltgebetstag ist eine weItweite Basisbewegung von christlichen Frauen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Frauen, Männer, Kinder weltweit den Weltgebetstag (WGT). Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. In unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen den Weltgebetstag. Auch sie arbeiten in ökumenischen Teams zusammen. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene! Weltgebetstags-Engagierte übernehmen Verantwortung. Weltweit und vor ihrer Haustür. Ganz nach dem Motto des Weltgebetstags: „Informiert Beten – betend Handeln“ („Informed Prayer – Prayerful Action“).
In Kassels Königsgalerie gab es am 10. Februar von 9.00 bis 20.00 Uhr einen Infostand, an dem ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, betroffene Eltern und ihre Kinder über die Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes Kassel informierten.
Ausstellung "Wege im Dunkel - Wege im Licht"
Im Museum für Sepulkralkultur beginnt am 11. Febuar die Ausstellung "Wege im Dunkel - Wege im Licht. Gefühlte Trauer - Gefühltes Glück." Gezeigt werden Exponate aus Seminaren und Workshops der Deutschen Kinderhospizakademie, Zeugnisse im Kampf ums Gleichgewicht von Verzweiflung und Lebensangst im Leben der Familien mit lebensverkürzend erkrankter Kinder.
Philosophisches Café: Was ist Trauer?
Im Philosophischen Café am 26. Februar, ebenfalls im Museum für Sepulkralkultur (15 bis 17 Uhr) sind Mütter und Väter von Kindern/Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung, ehrenamtlich in der Kinderhospizarbeit Engagierte und philosophisch Interessierte herzlich eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen: "Anregende Ideen großer und kleiner Philosophen helfen uns, unsere eigenen Gedanken zu ordnen oder neue, uns bisher unbekannte Sichtweisen kennenzulernen. Wir gehen gemeinsam Gedanken auf den Grund, die uns in unserem Leben begleiten. Dabei ist jede Einsicht, jede Erfahrung wichtig, die jemand einbringen kann und will. Und wer nur zuhören möchte, erhält auch dazu die Möglichkeit."
Weitere Informationen dazu finden Sie hier ...
Die grünen Bänder der Solidarität
In der vergangenen Woche wurden sie verteilt: die grünen Bänder, die wir in unsere Fenster hängen oder an unseren Autos festmachen: Mit ihnen drücken wir unsere Solidarität mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und ihren Familien aus.
Türöffner drücken und einsteigen. Fahrschein entwerten – Stopp. Nein. Vergangenen Sonntag konnten einige Kasseler Jugendliche kostenlos in der Straßenbahn sitzen – aber garantiert nicht umsonst.
Jugendgottesdienst in Kasseler Straßenbahn
Das Katholische Jugendreferat Kassel hatte am Sonntag Jugendliche aus Kassel und Umgebung eingeladen, gemeinsam mit Sebastian Blümel, Jugendpfarrer des Bistums Fulda, eine Heilige Messe in einer Straßenbahn der Kasseler Verkehrs Gesellschaft (KVG) zu feiern.
Heilige Messe an einem besonderen Ort
Ein ungewöhnlicher Ort für eine Messe, mag so manch einer denken. Können denn die Jugendlichen nicht mehr in die Kirche gehen? „Doch. Aber hier kann man sehen, dass Gott überall ist – und dass die Heilige Messe an einem besonderen Ort genauso festlich und intensiv gefeiert werden kann, wie in einer Kirche“, erklärt Ulrike Maqua, Jugendreferentin. Die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr zeige auch, dass so die künftigen Bahnfahrten im Alltag ganz sicher an die Erfahrung der Messe denken liessen. Unter dem Motto „Jeder Abschied ist der Anfang einer neuen Reise“ hatten die Jugendlichen die Feier am Sonntag vorbereitet. In der Predigt forderte Blümel sie auf, ihren Lebensweg als Bahnfahrt zu sehen. Wo sind wir eingestiegen? Welche Haltestellen gab es? Wo soll unser Weg noch hinführen?, fragte der katholische Priester. „Wir wissen auf jeden Fall, dass das nicht unser letzter Jugendgottesdienst in dieser Art war, denn es war eine besonders schöne Erfahrung“, sagt Ulrike Maqua.
Engagement für Menschen in materieller Not
Im Januar ist es soweit: Jeweils am letzten Sonntag im Monat gibt es von 14 bis 16 Uhr im Alfred Delp-Haus an der Kölnischen Straße 53 eine sättigende Mahlzeit für Menschen in Kassel. Mitorganisatorin Anette Leibold: „Wir gehen davon aus, dass es in unserer Stadt insbesondere am Monatsende eine größere Zahl von Menschen gibt, die keine ausreichenden finanziellen Möglichkeiten mehr haben, ihre Grundbedürfnisse an Essen und Trinken in angemessener Weise zu befriedigen. Ihnen gilt unsere Einladung.“
Gutes Essen
Das gute und gehaltvolle Essen wird selbst gekocht. Zum Nachtisch gibt es Kaffee und Kuchen, alles auf schön gedeckten Tischen. „Die Gäste sind uns herzlich willkommen. Wir sind schon ganz gespannt, wie viele kommen werden“, so Anette Leibold. Die Einladung zum „SonntagsEssen“ geht von den katholischen Gemeinden des Pastoralverbundes Kassel-Mitte aus: St. Bonifatius, St. Familia, St. Elisabeth, St. Joseph, St. Laurentius.
Über 30 freiwillige Helferinnen und Helfer
Hinter dem „SonntagsEssen“ steht eine Gruppe von über 30 freiwilligen Helferinnen und Helfern: Köche und Köchinnnen, die die Verantwortung für Einkauf, Zubereitung, Kochen und Wärmen tragen; Menschen, die die Köch/innen dabei unterstützen und auch für den Transport des Lebensmittel nach Sankt Familia sorgen; Leute, die den Kuchen backen, den Gemeindesaal vorbereiten und die Tische decken; Menschen, die das Essen auftragen und die Gäste bedienen; Helfer, die spülen und wieder aufräumen. Schließlich muss auch der Einsatz aller, die beim „SonntagsEssen“ mithelfen, geplant und auf die Möglichkeiten der einzelnen Mithelfer abgestimmt werden.
Gastfreundschaft für Menschen in materieller Not
Für die monatlich anfallenden Kosten der Lebensmittel und Getränke und auch für die Investitionen in die Kücheneinrichtung, die notwendig sind, um vielen Menschen eine warme Mittagsmahlzeit zu kochen, suchen die Organisatoren noch Spenderinnen und Spender. Pfarrer Harald Fischer: „Es wäre sehr schön, wenn wir neben den sonntäglichen Helfern noch Menschen finden, die sich mit unserem Angebot an Gastfreundschaft für Menschen in materieller Not dadurch solidarisch erklären, indem sie es finanziell unterstützen. Wir sind für jeden Euro dankbar.“
Spendenkonto:
Daten: SonntagsEssen, Ev. Kreditgenossenschaft Kassel, BLZ 520 604 10
Kontonummer: 700008419
Daten:
SonntagsEssen. Einladung an Menschen in materieller Not zu einer warmen Mittagsmahlzeit
Termine 1. Halbjahr 2012: 29. Januar, 26. Februar, 25. März, 29. April, 27. Mai, 24. Juni
14 bis 16 Uhr
Alfred Delp Haus, Gemeindezentrum von Sankt Familia
Kölnische Str. 53, Haltestelle „Kirche Sankt Familia“
Einladung
Am Montag, 30. Januar, wird Kassels Stadtverordnetenversammlung (StaVo) über einen Antrag beraten, in dem das Stadtparlament aufgefordert wird, sich gegen den Panzerverkauf an Saudi-Arabien auszusprechen und sich für eine Umwandlung der Rüstungsarbeitsplätze in Kassel einzusetzen. Die Katholische Kirche Kassel lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, an der Sitzung der Stadtverordneten als Beobachtende teilzunehmen. Dechant Harald Fischer: „Wir wollen sichtbar machen, dass es nicht um einen ‚Schaufensterantrag’ geht. Mit diesem Vorwurf wird versucht, das Anliegen zu denunzieren. Wenn sich die Verordneten der Stadt gegen die Panzerlieferungen aussprechen, so ist das ein deutliches Zeichen, dass wir Kassel nicht als eine Hauptstadt der Rüstungsproduktion wollen. Der materielle Aufschwung, den wir in Kassel erleben, darf nicht auf Kosten anderer Menschen herbeigeführt werden.“
Wann? Wie? Wo?
Die Stadtverordnetenversammlung beginnt um 16.00 Uhr. „Keine Rüstungsexporte aus Kassel“ wird als achter Punkt auf der Tagesordnung verhandelt und etwa gegen 17.00 Uhr aufgerufen. Es ist möglich, jederzeit zur Stadtverordnetenversammlung dazuzukommen und sie auch wieder verlassen. Besucher nehmen (schweigend) auf der Empore des Bürgersaales (Zuschauerempore) Platz. Es ist nicht gestattet, sich an der Diskussion zu beteiligen.
Menschenrechte in Saudi Arabien
Bis Ende 2011 haben sich über 2000 Kasseler Bürgerinnen und Bürger per Unterschrift gegen Produktion und Lieferung von Leopard 2-Kampfpanzern nach Saudi Arabien gewandt. Diese Panzer werden zu wesentlichen Teilen in Kassel hergestellt. Saudi-Arabien liegt mitten im äußerst anfälligen Krisengebiet Naher Osten: Selbst das Auswärtige Amt beurteilt die Einhaltung der Menschenrechte in Saudi-Arabien als äußerst kritisch. Das hat sich auch bei der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste während des „Arabischen Frühlings“ gezeigt.
Kein 'Schaufensterantrag'
Auch wenn es in der Öffentlichkeit häufig so dargestellt wird, geht es für Dechant Fischer beim Protest gegen die Panzerlieferungen nicht um den Abbau von Arbeitsplätzen, sondern um deren Umwandlung: „Es steht auch nicht die Ausrüstung von Bundeswehr und Polizei in Frage. Im Kernpunkt der Kritik steht der weltweite Waffenhandel. Deutschland verdient an der Rüstungsindustrie. Gerade hier in Kassel mit den ortsansässigen großen Rüstungsunternehmen ist es notwendig, Verantwortung zu übernehmen.“ Dechant Fischer stellt klar, dass sich der Protest nicht gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rüstungsproduzenten richtet. Er ist überzeugt, dass viele von ihnen froh über eine umfassende Konversionsdiskussion wären.
Rüstungsthemen in Kassel zur Sprache bringen
Die Rolle der Stadtverordnetenversammlung sieht die Kirche vor allem darin, eine offene Diskussion in der Stadt zu fördern. Rüstungsthemen dürfen nicht an die Seite gedrängt werden. Fischer: „Kassel soll eine Stadt des Friedens sein. Von Kassel soll Frieden ausgehen.“
Daten:
Stadtverordnetenversammlung am Montag, 30. Januar 2012.
Ab 16.00 Uhr, Tagesordnungspunkt 8 „Keine Rüstungsexporte aus Kassel“, ca. 17 Uhr
Rathaus Kassel, Sitzungssal der Stadtverordneten, Zuschauerempore
"Insgesamt kamen bei der "Aktion Hoffnungszeichen" in Hessen und Rheinland-Pfalz über 30.000 Päckchen zusammen. 1.400 davon konnte ich mit meiner Gruppe nach Sarajevo und Mostar bringen; mit dabei waren 400 Päckchen aus Kassel", berichtete nun Pfarrer Stefan Krönung, der im Advent als Logistiker und Projektbeauftragter ehrenamtlich den Konvoi begleitete.
Fünf Gruppen und 22 Malteser waren damit beschäftigt, die Weihnachtspäckchen, die mit Süßigkeiten und Spielzeug gefüllt waren, in den Schulen, Kindergärten, Kirchen, Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern und Flüchtlingseinrichtungen während Gottesdiensten und Nikolausfeiern in Kroatien, Bosnien und im Kosovo zu verteilen.
Auch in Derventa, Nova Bila, Tesanjka, Tesanj, Maglaj, Vitez und Jelah in Bosnien und Novo Selo und Pec im Kosovo setzten die Geschenke "Hoffnungszeichen".
Pfarrer Stefan Krönung zeigte sich erfreut über die Herzlichkeit beim Empfang der Malteser in Bosnien. Er verteilte die Pakete vom 6. bis 12. Dezember gemeinsam mit Dr. Astrid Dörner (Foto links) und Helfern in Sarajevo und Mostar: "Wir sind in den Schulen, Kirchen und in den Krankenhäusern mit großer Dankbarkeit begrüßt worden. Den Kindern konnten wir viel Freude mit unseren Geschenken machen. Alle wünschten sich, dass wir auch im nächsten Jahr wiederkommen."
Nach rund fünfzehn Jahren und dem Ende der Kriegshandlungen in Bosnien und im Kosovo sei die Arbeitslosenquote dort weiterhin hoch und die Armut verbreitet, berichtet Krönung, der ehrenamtlich für Malteser in Kassel als Auslandsbeauftragter tätig ist. Der Aufbau der Region komme nur langsam voran. Die "Aktion Hoffnungszeichen" werde deshalb auch im nächsten Jahr fortgesetzt, kündigte Krönung an.
Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) feierte auf seinem Patronatsfest am 8. Dezember auch das 10-jährige Bestehen der Babyklappe im Bistum Fulda. Dr. Annette van Dyck-Hemming, Redaktionsmitglied des katholischen Kassel-Magazins "[ mittendrin ] und außen vor", hielt den Festvortrag: „Es kann nicht sein, dass im Streit um die Babyklappe das juristisch verbriefte Recht auf Kenntnis seiner Herkunft ausgespielt wird gegen das Recht eines Kindes auf ein lebenswertes Leben!“
[ mittendrin ] zieht Kreise
In der ersten [ mittendrin ]-Ausgabe 2009/2010 hatte Dr. Annette van Dyck-Hemming die Babyklappe im Marienkrankenhaus in Rothenditmold zum Thema gemacht hatte. Weil die Vorsitzende des Fuldaer Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) diese erste Ausgabe spannend fand, lud sie die [ mittendrin ]-Autorin als Festrednerin zur Feier des 10jährigen Bestehens der Babyklappe ein.
Kein Krippenspiel - der Artikel aus [ mittendrin ] Heft 1
Seit 2003 gibt es im Marienkrankenhaus in Rothenditmold eine Babyklappe. Sie gehört zur Gemeinde St. Joseph und ist eine von dreien ihrer Art im Bistum Fulda. Doch die Babyklappen sind ständig in der Diskussion ...
Der Festvortrag:
"Die Babyklappe hält unserer Gesellschaft einen peinlichen Spiegel vor, und obwohl die Babyklappe ausschließlich geliebte Kinder schafft, ist sie selbst doch eher ein ungeliebtes Kind."
Dechant Harald Fischer:
Kassel soll eine Stadt des Friedens sein. Von Kassel soll Frieden ausgehen.
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin Friedrich! Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Hilgen!
Wir – die Initiatoren der Unterschriftenaktion - übergeben Ihnen heute die Unterschriften von fast 2000 Kasseler Bürger und Bürgerinnen, die sich gegen die geplante Lieferung von 200 Leopard Panzern nach Saudi Arabien wenden. Diese Panzer werden zu wesentlichen Teilen hier in Kassel gebaut. Das macht uns als Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt mitverantwortlich.
Die Panzer sollen nach Saudi Arabien geliefert werden, einem Land, das in einem absoluten Krisengebiet liegt. Saudi Arabien ist ein Land, in dem Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind, Menschenrechtsverletzungen, die die Bundeswehr z.B. in Afghanistan bekämpfen will.
Natürlich wissen wir, dass es nicht zu den Kompetenzen der Kommunalpolitik gehört, über Produktion oder Lieferung dieser Panzer zu entscheiden. Aber unsere Petition ist eine Aufforderung an die Stadt, eine umfassende öffentliche Diskussion in Gang zu setzen mit dem Ziel, eine politische Mehrheit für die Konversion der Rüstungsarbeitsplätze zu schaffen.
Kassels Bürgerinnen und Bürger wollen nicht, dass sich die Identität unserer Stadt darauf gründet, dass wir eine der Hauptstädte der deutschen Rüstungsindustrie sind.
Wir wollen nicht, dass Kassel Produktionsstätte für Panzer und militärische Güter ist, die in Saudi Arabien Bürgerrechts- und Demokratiebewegungen niederschlagen.
Gerade Kassel, das auch wegen seiner Rüstungsindustrie in der schrecklichen Bombennacht von 1943 fast vollständig zerstört worden ist, sollte eine Stadt sein, die ihre Dynamik aus der Produktion von zivilen Gütern gewinnt.
Das Stadtjubiläum in 2013 ist ein hervorragender Zeitpunkt, die Diskussion über Rüstungskonversion weiterzuführen. Wir bitten Sie, entsprechende Initiativen, die ja von Kasseler Bürgerinnen und Bürgern vorbereitet werden, zu unterstützen und ins Jubiläumsprogramm mit aufzunehmen.
Unser Protest richtet sich nicht persönlich gegen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Kraus Maffei Wegmann. Wir sind überzeugt, dass viele der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen froh über eine umfassende Konversionsdiskussion wären.
Liebe Frau Stadtverordnetenvorsteherin Friedrich, lieber Herr Oberbürgermeister Hilgen!
Sie sind die gewählten Repräsentanten und Vertreter der Kasseler Bürgerinnen und Bürger. Diese Unterschriften verpflichten Sie, sich umfassend mit dem Thema der Rüstungsproduktion in Kassel auseinanderzusetzen. Wir bitten Sie inständig, dieses Meinungsvotum ernst zu nehmen und in entsprechende politische Schritte umzusetzen.
Kassel soll eine Stadt des Friedens sein. Von Kassel soll Frieden ausgehen.
Hier der Bericht der HNA: Nach und nach strömten sie herbei, um sich an den fünf verabredeten Orten in der Stadt zu sammeln. Es waren Menschen aus allen Stadtteilen, aus allen gesellschaftlichen Schichten, jeden Alters, jeder Religion und jeder Couleur ...
Hier die Berichterstattung auf hr online: Mit einer Menschenkette hat Kassel am Samstag der Opfer der rechtsterroristischen Mordserie gedacht. An der Gedenkveranstaltung nahmen nach Polizeiangaben rund 3.500 Menschen teil, darunter der Vater eines Ermordeten ...
In den letzten Tagen haben uns die Berichte über die Mordserie rechtsterroristischer Gewalttäter in unserem Land erschüttert. Wir müssen uns leider eingestehen, dass rechte Gewalt in unserem Land eine uns bisher unbekannte Dimension hat.
Unbegreiflich bleibt, wie Sicherheitsbehörden jahrelang die Zusammenhänge übersehen konnten und wie die Täter unentdeckt blieben. Man kann den Eindruck haben, als wäre in der Vergangenheit rechtsmotivierte Gewalt auf die leichte Schulter genommen worden.
Am Samstag 10. Dezember haben wir in der Innenstadt Kassels mit der Menschenkette ein deutliches Zeichen des Protestes gegen Menschenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus gesetzt!
Harald Fischer, Dechant
Am 6. April 2006 wurde in Kassel in der Holländischen Straße 82 der 21 jährige Halit Yozgat ermordet. Die Aufklärung der Tat verlief lange erfolglos. Ein rechtsextremer Hintergrund wurde nicht in Betracht gezogen. Stattdessen wurden kriminelle Verstrickungen des Opfers vermutet. Erst vor kurzem sind die wahren - rechtsradikalen - Hintergründe des Mordes ans Licht gekommen.
Am kommenden Samstag wird eine Menschenkette in Kassel ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus und Menschenfeindlichkeit setzen.
Gleichzeitig haben die evangelische und katholische Kirche sowie die jüdische Gemeinde Kassel und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit den Kasseler Moscheevereinen in einem offenen Brief ein Zeichen der Verbundenheit geschickt, den Sie hier herunterladen können.
"Wir haben mehr über die Gründe erfahren, die die Menschen zum Kirchenaustritt bewegt haben."
Über 800 Menschen sind in den letzten zwei Jahren im Raum Kassel aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Alle ehemaligen Kirchenmitglieder wurden jetzt zu einem Gesprächsabend am Dienstag, 22. November, 19:30 Uhr im Regionalhaus Adolf Kolping persönlich eingeladen - etwas zwanzig folgten der Einladung. Dechant Harald Fischer „Es war ein sehr guter und spannender Abend! Unser Wunsch, mehr über die Gründe zu erfahren, die die Menschen zum Kirchenaustritt bewegt haben, ist in Erfüllung gegangen.“
Hier ist der HNA-Bericht über die Veranstaltung ...
Niemand musste sich bei dem Gespräch für seinen Austritt rechtfertigen. Auch diente es nicht dazu, die ehemaligen Mitglieder für die katholische Kirche zurückzugewinnen. Für Dechant Fischer ging es zuallererst um Zuhören und einen guten Abschied.
Wer an dem Abend nicht kommen konnte oder wollte, hat die Möglichkeit, sich im Forum auf www.katholische-kirche-kassel.de zu äußern oder dies per Brief, E-Mail oder Telefon zu tun.
Dechant Harald Fischer: „Wir freuen uns über alle, die uns Auskunft geben, und danken ihnen herzlich!“
Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) sowie weitere Organisationen machen sich für den arbeitsfreien Sonntag start. Noch in diesem Jahr startet eine Themenreihe, welche die Sonntagsfrage aus ganz verschiedener Sicht beleuchtet. Schauen Sie einmal hinter die Kulissen eines altbekannten, aber oft unterschätzten gemeinsamen freien Tages.
Termine und Themen 2012:
19. Januar 2012, 19.30 Uhr Erschöpfung und Konflikt - Wohin bewegt sich unsere Gesellschaft? Evangelisches Forum, Lutherplatz, Kassel
Mai 2012 Arbeiten und Konsumieren rund um die Uhr? (Näheres zeitnah über die Presse)
Evangelisches Forum, Lutherplatz Kassel
Eintritt jeweils 4,00 Euro.
Näheres im Flyer.
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